Ganz kurz zu uns!

Was wir machen, was wir wollen, wer wir sind. Wir sind das Kreativkollektiv pica und poet, bestehend aus einer Industrie- und eine Kommunikationsdesignerin, und bieten kreative Lösungen von Grafikdesign bis zu Digitalkonzepten an.

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Schwarzraum
Ein analoger Prozess

Dieses Projekt zeigt die Entwicklung unterschiedlicher Schriftformen aus dem Negativraum. Der Hauptaugenmerk wurde auf einem offenen, experimentellen Arbeitsprozess gelegt. Der schwarze Innenraum (die Punze) sollte die Form des Buchstaben und den Charakter bestimmen. Ausgangspunkt dieser Auseinandersetzung war die Frage, inwiefern der Umraum eines Buchstaben Einfluss auf die Wirkung und Charakter der Schrift nimmt. Bereits Adrian Frutiger verwies auf die Wichtigkeit der Figur-Grund-Beziehung »(…) die Materie, so Frutiger das Schwarze, würde das Positive nur dann optimal sein, wenn das “Leere“, das Weisse, die Negativ gestaltete Form ist.« (Quelle:Adrian Frutiger: Eine Typografie, 1995)
Entstanden sind dabei zwei verschiedene Schriften mit unterschiedlichen Formmerkmalen. Diese wurden mithilfe eines Pantografen auf Holz übertragen. Als Ergebnis sind so 20 druckbare Holzlettern entstanden. 10 Lettern für jeweils eine Schrift.

Schrift 1:
Barni ist eine Schrift mit Ecken und Kanten. Eine dynamische, breitlaufende und moderne Schrift, die durch ihre geneigte Achse und Strichstärkenkontrast an einer historischen Antiquaschrift erinnert.
X-Höhe 9,5 cm

Schrift 2:
Gin: mit einer stolzen x-Höhe von 13 cm gehört Gin zu einer halb-schmallaufenden Semi-Serif Schrift. Sie kann sich jedoch nicht entscheiden, ob sie lieber dynamisch oder statisch sein will. Deswegen weist sie neben ihrer statischen Anatomie auch dynamische Merkmale auf, was ihr eine gewisse Prägnanz verleiht.

 

WiSe 2014/ 15 Folkwang Universität der Künste
Betreut von Dipl. Des. Natascha Dell